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12.06.2018

Ab Dezember neuer Nachtverkehr aus einem Guss

Ab Dezember können Frankfurt und die Rhein-Main-Region einen der attraktivsten Nachtverkehre in Deutschland bieten.

Am Freitag, 8. Juni, hat der Magistrat den Fahrplan 2019 für die U- und Straßenbahnlinien beschlossen und damit auch über den neuen Nachtverkehr entschieden.

Oberbürgermeister Feldmann wies darauf hin, dass Frankfurt damit zusammen mit dem neuen Nachtangebot auf den S-Bahnlinien des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) zu internationalen Metropolen aufschließt: „Zählungen und Befragungen zu Anfang des Jahres 2018 belegten schnell die hohe Akzeptanz des neuen Angebots bei den Fahrgästen. So konnten schon im Januar rund 3.300 Menschen pro Wochenende in den nächtlichen Fahrten der U-Bahn-Linien U4 und U8 gezählt werden. 90 Prozent der befragten Fahrgäste fanden es gut, dass die U-Bahnen auch nachts fahren. Vielfach wurden der Betrieb auf weiteren Strecken, häufigere Fahrten und bessere Anschlüsse gewünscht. Jetzt weiten wir das aus. Ich bin sicher, das ist im Sinne unserer Nachtschwärmer jeden Alters.“

„Vor fast 30 Jahren haben wir in Frankfurt am Main den Nachtbus eingeführt – es ist an der Zeit, dieses Erfolgsmodell nun an die heutigen Bedürfnisse der Fahrgäste anzupassen“, sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling.

Ab Fahrplanwechsel im Dezember 2018 wird der Frankfurter Nachtverkehr daher am Wochenende grundlegend neu strukturiert.
Um den Fahrgästen die Orientierung zu erleichtern, haben die Planer der städtischen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ bei der Verbindungsauswahl weitgehend das Netz der Tageslinien zugrunde gelegt.

Vier U-Bahn-Linien und vier Straßenbahnlinien werden in den Nächten vor Samstagen, Sonntagen und Feiertagen ein dichtes Verkehrsnetz über die Mainmetropole legen: U4 Bockenheimer Warte – Seckbacher Landstraße, U5 Hauptbahnhof - Preungesheim, U7 Heerstraße - Enkheim und U8 Südbahnhof – Riedberg – Nieder-Eschbach sowie die Straßenbahnen 11 Höchst Zuckschwerdtstraße – Fechenheim Schießhüttenstraße, 12 Schwanheim Rheinlandstraße - Konstablerwache, 16 Ginnheim – Offenbach Stadtgrenzen und 18 Konstablerwache – Gravensteiner Platz. Sie verkehren im 30-Minuten-Takt, einige Buslinien stündlich.

Die U-Bahnen und Straßenbahnen werden für die schnellen Verbindungen durch die gesamte Stadt sorgen. Ergänzend sollen Buslinien die Aufgabe der Feinerschließung von den Stationen des Schienenverkehrs in die Stadtteile übernehmen. Ihre Linienführung soll sich an den Tageslinien orientieren. Gemeinsam mit den Nachtlinien des RMV, insbesondere der S-Bahnen, erhalten die nächtlichen Fahrgäste damit am Wochenende ein schnelles und gut abgestimmtes Netz in Frankfurt und in der Region. Binnen nur eines Jahres haben alle Beteiligten gemeinsam ein Nachtverkehrssystem realisiert, das die Bürger in einer urbanen Metropole mit Recht erwarten können.“

Im Dezember 2017 hatten RMV und traffiQ eine erste Betriebsstufe des Nachtverkehrs auf die Schiene gebracht. Die S-Bahnen konnten wegen der laufenden Stellwerksarbeiten nachts nicht durch den Frankfurter City-Tunnel fahren. Daher verbanden zwei U-Bahn-Linien (U4 und U8) die S-Bahn-Stationen Hauptbahnhof und Südbahnhof mit dem traditionellen Nachtbusknoten an der Konstablerwache. Ab August 2018, mit Abschluss der Tunnelarbeiten, kann der RMV den S-Bahn-Nachtverkehr komplettieren. Im Dezember ist dann mit dem runden städtischen Netz aus U-Bahn, Straßenbahn und Bus der letzte Schritt getan.

Der Nachtverkehr in Frankfurt am Main unter der Woche wird wie von den Fahrgästen gewohnt weitergeführt. In den Nächten zu Montag bis Freitag starten am Nachtbusknoten Konstablerwache insgesamt neun Nachtbuslinien im Halbstundentakt. Sie erschließen wie bisher nahezu alle Frankfurter Stadtteile. Hinzu kommt die Buslinie 58 zwischen Höchst und Flughafen. Es war die erste Frankfurter Buslinie, die schon seit 2016 und auch weiterhin rund um die Uhr und an allen Wochentagen verkehrt.

 

www.traffiQ.de | © traffiQ Lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH